kehlkopfoperiert e.V.

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Angst vor Operationen

Was man gegen die Angst vor einer Operation tun kann

Wer geht schon gerne als Patientin oder Patient in ein Krankenhaus? Wenn eine Operation ansteht, hat wohl jeder ein mulmiges Gefühl. Solche Ängste schaden zwar nicht unbedingt der Gesundheit, aber sie können einen so in Beschlag nehmen, dass man dem Krankenhauspersonal nur mit halbem Ohr zuhört oder Dinge eher wieder vergisst.

Es ist nicht leicht, die vielen Informationen zu verdauen, die man vor einer Operation erhält. Die Sorgen, die mit dem Eingriff einhergehen, erschweren das Verstehen häufig noch. Maßnahmen gegen die Angst helfen also nicht nur dabei, dass man sich besser fühlt. Man hat dann auch den Kopf freier und versteht besser, was mit einem geschieht.

Gerade für Eltern, deren Kind eine Operation bevorsteht, kann es sehr schwer sein, die eigenen Ängste zu bewältigen – vor allem, wenn sie gleichzeitig dem Kind die Zuversicht vermitteln möchten, dass alles gut gehen wird.

Um es gleich zu sagen: Es gibt kein Patentrezept gegen die Angst. Aber Sie haben viele Möglichkeiten, mit der Angst vor einer Operation umzugehen. Und Sie sind nicht auf sich alleine gestellt: Viele Krankenhäuser bieten gezielte Hilfe an, und auch Freunde und Angehörige können etwas tun. Die wissenschaftliche Forschung zu Strategien gegen die Angst vor einer Operation steht zwar noch am Anfang. Zumindest für einige Maßnahmen gibt es aber klare Hinweise, dass sie helfen können.

Für weitere Informationen siehe: www.gesundheitsinformation.de/artikel.203.165.html

Diese Veröffentlichung wurde genehmigt durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)
www.gesundheitsinformation.de

 

Leben ohne Kehlkopf - Leben mit der Krankheit

Auch nach einer erfolgreich verlaufenen Kehlkopfoperation bleibt der Patient in einer schwierigen Situation. Gerade der Verlust der gewohnten Stimme wiegt bei dieser Erkrankung besonders schwer. Viele Menschen leiden in der ersten Zeit unter Depressionen oder sind gereizt. Das Empfinden, nicht mehr man selbst zu sein, führt oft dazu, dass sich viele Menschen in sich selbst kehren und abkapseln. Spätestens jetzt ist es wichtig, sich mit der Tatsache auseinander zu setzen, dass das Leben nun einen anderen als den früher gewohnten Gang nehmen wird. Eine Umstellung der Ernährung ist sinnvoll, außerdem ist es empfehlenswert, konsequent auf Alkohol zu verzichten, das Rauchen aufzugeben und auch keine anderen Drogen einzunehmen. Trotz der Kehlkopfoperation ist es möglich weiter Sport zu betreiben (siehe Wassertherapie). Auch dies fördert das Wohlbefinden und den Glauben an die eigene Leistungsfähigkeit.

Leben ohne Kehlkopf

Wurde der Kehlkopf entfernt, bleibt auf Dauer eine Öffnung zurück. Sie dient der Atmung und dem Sprechen. Da jetzt das Atmen durch die Nase nicht mehr möglich ist, trocknet die Schleimhaut aus. Es bilden sich Brocken, die die Lunge verlegen können. Um das zu verhindern, gibt es kleine Absauggeräte und Inhalatoren. Allerdings ist es wichtig, die Geräte zum Absaugen nicht zu oft zu benutzten, da sie die Schleimhäute reizen. Eine konstante Luftfeuchtigkeit von 60 Prozent in Innenräumen erleichtert das Atmen. Mit einiger Übung ist auch das Abhusten des Schleims möglich.

Damit sich von vornherein nicht zu viel Schleim bildet, kann die Atemluft durch "künstliche Nasen" (HME-Filtercassetten), oder sogenannte Tracheostoma-Schutzartikel, vor dem Eindringen von Schmutz, Staub und anderen Fremdkörpern geschützt werden. Bei der Körperpflege ist es wichtig, darauf zu achten, dass beim Duschen oder Baden kein Wasser in die Öffnung am Hals eindringt. Um das zu verhindern, kann ein spezieller Duschschutz zur Abdeckung verwendet werden. Vorsichtshalber sollte auch die Badewanne mit einer rutschsicheren Matte ausgestattet sein. Männer sollten sich besser nass rasieren, da bei der Trockenrasur Bartstoppeln in die Öffnung am Hals eindringen können. Sinnvoll ist es auch, mit der Rasur am Hals und Kinn zu beginnen.

Das Tracheostoma selbst lässt sich am besten mit einem weichen Waschlappen und lauwarmem Wasser reinigen. Seife kann die Schleimhaut angreifen, verursacht oft Husten und sollte daher besser nicht verwendet werden. Trachealkanülen, die in das Tracheostoma eingesetzt werden, halten die Öffnung offen und dienen dazu, Sekret abzuleiten. Sie werden aus Neusilber oder Plastik hergestellt. Neusilberkanülen sind dünner und besser zu reinigen, Plastikkanülen reizen dafür die Schleimhäute weniger. Die Kanülen müssen oft mehrmals täglich gereinigt werden. Bestehen sie aus Silber, muss man sie zur Reinigung auskochen, Plastikkanülen werden mit Hilfe von Desinfektionsmitteln gereinigt. Dafür sind geeignete Kanülen-Reinigungssets erhältlich.

Trachealkompressen werden unter den Kanülen verwendet, um das Sekret aus der Luftröhre aufzunehmen. Sie werden unter die Kanülen gelegt. Trotz aller Beschwerlichkeiten, die ein Leben ohne Kehlkopf mit sich bringt, ermöglichen diese Hilfsmittel ein weitgehend unabhängiges Leben.

Isolation vermeiden

Nach einer Kehlkopfoperation ist es bisweilen nicht mehr möglich, weiter im früheren Beruf tätig zu bleiben. Vor allem körperlich belastende Tätigkeiten sind für die meisten Patienten nicht mehr zumutbar. Andere Berufe können jedoch nach kleinen Anpassungen, wie etwa nach der Installation eines Luftbefeuchters, durchaus wieder aufgenommen werden. Dennoch ist es wichtig, dass der Patient seinen früheren Alltag so weit wie möglich aufrechterhält, um Selbstwertgefühl und soziale Kontakte zu behalten.
Quelle: Gesundheit Pro
 

Tumor-Nachsorge - Endoskopie

Nachsorge und Rehabilitation bei Tumoren der oberen Luft- und Speisewege und bei Kehlkopfkrebs.

Nach der Entfernung eines bösartigen Tumors der oberen Luft- und Speisewege sind regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen erforderlich. In den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie (DGHNOKC) sind zwei unterschiedliche Nachsorgeschemata ausgearbeitet:

Bei Tumoren mit geringem Risiko für einen erneuten Ausbruch (Rezidiv) bzw. für ein Zweitkarzinom findet im ersten Jahr alle 3 Monate eine Nachuntersuchung statt. Im zweiten Jahr erfolgt alle 4 bis 6 Monate eine Nachuntersuchung; im dritten bis fünften Jahr in halbjährlichen und ab dem fünften Jahr in jährlichen Abständen. Bei Tumoren in einem fortgeschrittenen Tumorstadium bzw. bei einer unvollständigen Resektion werden Kontrolluntersuchungen im ersten Jahr in 6wöchigen, im zweiten Jahr in 3monatigen, im 3.-5. Jahr in halbjährlichen Abständen und ab dem 5. Jahr in jährlichen Abständen empfohlen.

Die Ziele der Tumornachsorge sind vielfältig. Sie umfassen eine frühzeitige Entdeckung von Tumorrezidiven, Metastasen und Zweitkarzinomen, weiterhin die Überwachung einer adäquaten Schmerztherapie sowie die somatische, psychische und soziale Rehabilitation und Reintegration. Hierbei stellt die Rehabilitation von Kehlkopflosen eine besondere Herausforderung dar.

Durch die Entfernung des Kehlkopfes kommt es zu einer Trennung der oberen Luft- und Speisewege. Die Luftröhre, die an der Vorderseite des Halses als so genanntes Tracheostoma vernäht wird, hat nunmehr keinen Kontakt mehr zu Mund und Nase, so dass die Atemluft direkt durch das Tracheostoma die Luftröhre und die Lungen erreicht. Zum einen kann es hierdurch zu ausgeprägten Borkenbildungen sowie zu wiederkehrenden Infektionen im Bereich der Luftröhre kommen, zum anderen resultiert hieraus der Verlust der Stimm- und Sprachbildung mittels der Stimmlippen. Eine Stimmrehabilitation ist grundsätzlich durch eine körpereigene Ersatzstimmbildung (Ösophagusersatzstimme), mittels Implantation einer Stimmprothese, durch chirurgische Rekonstruktionstechniken oder durch den Gebrauch elektronisch apparativer Hilfsmittel möglich.

Die verbreitetste Methode zur Wiederherstellung der Stimmbildung sind Ösophagusersatzstimme und Stimmprothese. Bei der erstgenannten Methode wird durch willkürlich steuerbare Luftbewegungen in der Speiseröhre und einen sich durch zunehmende Übung ausbildenden Wulst im Bereich des Speiseröhreneinganges, der die Funktion der ehemaligen Stimmlippen übernimmt, eine gut verständliche körpereigene Stimmbildung erreicht. Die operative Implantation einer Stimmprothese zwischen oberem Luftröhrenabschnitt und Speiseröhre bewirkt, dass nach Abdichtung der Tracheostomaöffnung mit dem Finger und Pressen der Luft aus der Luftröhre in den Mund- und Rachenraum eine Stimmbildung möglich wird.

Leider gibt es bis heute keinen im Blut nachweisbaren, zuverlässigen Indikator für das Vorliegen einer Krebserkrankung im Kopf-Hals-Bereich.

Quelle: Deutsche Krebsgesellschaft

 



Wassertherapie - Wassertherapiegerät

Mit dem Wassertherapiegerät ein Stück Lebensqualität zurückgewinnen

Kehlkopflose und am Kehlkopf operierte Menschen können sich, bedingt durch die Anlage eines Stomas, nicht mehr ohne Aufsicht frei im Wasser bewegen – nicht einmal mehr unbeaufsichtigt in einer Wanne baden, da bei einem Ausrutscher Wasser in das Stoma eindringen könnte. Deshalb kann bei ihnen ohne Hilfsmittel auch keine Wassertherapie (gezielte Bewegung im Wasser) durchgeführt werden. Eine Wassertherapie wäre jedoch in allen Fällen, in denen durch die Operation die Schulterbeweglichkeit sehr eingeschränkt ist, aus medizinischer Sicht sehr wünschenswert und für eine schnelle Wiedereingliederung ins Arbeitsleben von großer Wichtigkeit.

Eine weitere Einschränkung durch die Operation ist, dass die Betroffenen nicht mehr durch die Nase atmen können, was häufig zu Verstopfungen der Nasennebenhöhlen führt und mit der Zeit Schwerhörigkeit auslösen kann.

Hierüber haben sich Betroffene Gedanken gemacht, und in Zusammenarbeit mit Hilfsmittelfirmen Geräte entwickelt, die in beiden Fällen mit großem Erfolg Abhilfe schaffen, denn die sogenannten „Wassertherapiegeräte“ heben beide Einschränkungen zumindest für die Zeit ihrer Anwendung auf. Sie gestatten ihrem Träger so den gefahrlosen Aufenthalt im Wasser – wie bei einem gesunden Menschen – und damit: Die gefahrlose Durchführung der notwendigen Körperpflege und -hygiene in einer Badewanne. Die Durchführung von Heilbehandlungen im Wasser (Wassertherapie) sowie die Teilnahme an Wassergymnastik- und Aquapower-Kursen. Und zu guter Letzt das freie Schwimmen. Durch die Geräte wird aber nicht nur die körperliche Einschränkung aufgehoben, sondern auch das Gefühl „behindert zu sein“ vermindert. Dadurch wird das Selbstvertrauen der Betroffenen gestärkt.

Was bewirken die Wassertherapie und das Schwimmen im Körper?
Der Mensch hat im Wasser (voll eingetaucht) nur noch ein Zehntel seines Körpergewichts zu tragen. Die restlichen neun Zehntel werden vom Wasser „übernommen“. Durch den Auftrieb des Wassers werden insbesondere die Wirbelsäule und die oftmals strapazierten Gelenke entlastet. Darüber hinaus erleichtert der Auftrieb dem einzelnen Muskel seine Arbeit. Gleichzeitig erhöht sich durch den Wasserwiderstand die zur Ausführung einer Bewegung erforderliche Muskelarbeit und damit der Trainingseffekt. Da auch die Einatmung gegen den Wasserwiderstand erfolgt, sind Wassertherapie und Schwimmen ein vorzügliches Training für die Atemmuskulatur. Beim Schwimmen wird zudem der Brustkorb ausgiebig gedehnt, sodass sich die Lungen in allen Teilen, besonders in den beim Laufen weniger beanspruchten oberen Abschnitten, voll entfalten können. Viele Ärzte halten das Schwimmen deshalb für die biologisch wertvollste Ausdauersportart überhaupt, mit vielen positiven Wirkungen auch auf die Psyche.

Nachfolgend die vier wichtigsten Vorteile der Wassertherapie und des Schwimmens im Überblick: Die Bewegung im Wasser tut der überlasteten Wirbelsäule gut, denn das Wasser trägt einen Großteil des Körpergewichts. Auch die strapazierten Gelenke werden entlastet. Die waagerechte Körperlage beim Schwimmen schafft günstige Rückflussbedingungen für das Blut in den Venen und wirkt so Krampfadern entgegen. Schwimmen vertieft die Atmung und regt den Kreisanlauf an. Wer zehn Minuten ohne Pause schwimmt, führt ein echtes Kreislauftraining durch. Reihenuntersuchungen einer Universitätsklinik ergaben beispielsweise, dass bereits einige Minuten gemächliches Schwimmen in gut gewärmten Wasser (28 bis 30 °C) eine gute Sporttherapie für Infarktgefährdete und -kranke sind. Ältere Menschen können durch regelmäßige Wassergymnastik und/oder regelmäßiges Schwimmen dazu beitragen, dass ihre Leistungsfähigkeit – vom normalen Alterungsprozess einmal abgesehen – nicht vorzeitig abnimmt

Wassertherapiebeauftragte im Bundesverband [10 KB] (Stand Nov. 2008)

 Mit Hilfe eines Wassertherapiegerätes können auch Kehlkopflose an der Wassergymnastik und -therapie teilnehmen

Wo kann ich als Kehlkopfloser schwimmen bzw. an einer Wasser-therapie teilnehmen?

„Mit dem Wassertherapiegerät können auch Kehlkopflose im Grunde in jedem städtischen Frei- oder Hallenbad schwimmen gehen“, sagt Klaus Steinborn, dem vor 33 Jahren der Kehlkopf entfernt wurde und der seit 1996 im Auftrag des Bundesverbandes weit über 50 Betroffene in Seminaren zu Wassertherapiebeauftragten ausgebildet hat, die nun ihrerseits ihr Wissen an andere Betroffene weitergeben. „Doch den meisten Halsatmern ist es dort zu hektisch. Außerdem scheuen viele davor zurück, sich mit dem Wassertherapiegerät in der Öffentlichkeit zu zeigen.“ Das gilt weniger für die überall von den Bädergesellschaften angebotenen und meist in kleinen Gruppen durchgeführten Wassergymnastik-Kurse, als fürs freie Schwimmen. Die beste Lösung ist in diesen Fällen vermutlich die Mitgliedschaft in einem Behindertensportverein, der Schwimmen im Angebot hat. Eine Lösung, die auch Klaus Steinborn für sich selbst gewählt hat. Wo vor Ort derartige Vereine zu finden sind, wissen die örtlichen Wassertherapie-Beauftragten. Aber auch Klaus Steinborn ist Interessierten gerne mit entsprechenden Adressen behilflich.

Wie funktioniert ein Wassertherapiegerät und wie bekomme ich es?
Zurzeit sind von drei verschiedenen Hilfsmittelfirmen Geräte ähnlicher Bauart auf dem Markt (siehe Fotos). Diese Geräte wurden vom TÜV Rheinland getestet, zertifiziert und für den Gebrauch freigegeben und sind jeweils mit einer aufblockbaren Kanüle und einem Mundschlauch ausgestattet. Dieser bewirkt, dass der Luftstrom vom Stoma in den Mund geleitet wird, sodass die Anwender letztlich wieder durch die Nase atmen und deshalb in der Zeit, in der sie das Gerät tragen, auch wieder riechen können.

Zwei dieser Geräte können alternativ mit einem Schnorchel ausgestattet werden. „Dieser ist jedoch nach meiner Erfahrung nur für die Wassertherapie und die Badewanne wirklich zu empfehlen, zum Schwimmen ist er weniger geeignet“, so Klaus Steinborn.

Was muss ich tun, um ein Wassertherapiegerät zu bekommen?
Damit die Kosten von den Krankenkassen übernommen werden muss das Wassertherapiegerät durch einen Arzt der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (HNO) verordnet werden. Dieser untersucht zunächst, ob der Betroffene gesundheitlich überhaupt für eine Anwendung des Gerätes geeignet ist, legt bei einem positiven Entscheid die Kanülengröße fest und stellt zu guter Letzt ein Rezept für das Wassertherapiegerät aus. Dieses muss bei der Krankenkasse eingereicht und von dieser genehmigt werden. In letzter Zeit weigern sich einzelne Krankenkassen, die Kosten für dieses Hilfsmittel zu übernehmen. „Am besten reicht man deshalb neben dem Rezept auch eine Verordnung über eine wassertherapeutische Behandlung mit ein“, sagt Klaus Steinborn. Sollte die Krankenkasse die Kostenübernahme trotzdem verweigern, rät er, unbedingt Widerspruch einzulegen. Sobald das Okay der Krankenkasse vorliegt, liefert die Hilfsmittelfirma das Gerät an den jeweils zuständigen Wassertherapiebeauftragten aus – nicht an den Betroffenen. Eine weitere Voraussetzung für die Kostenübernahme durch die Kasse ist nämlich, dass der Benutzer vor dem ersten Gebrauch von einem speziell dafür ausgebildeten Wassertherapiebeauftragten in die richtige Anwendung des Gerätes eingewiesen worden ist. Eine entsprechende Bescheinigung, die von den Wassertherapiebeauftragten des Bundesverbandes ausgestellt wird, ist der Krankenkasse vorzulegen. Erst dann fließt Geld.

Wann und wo kann ich an einer Wassertherapie teilnehmen und den Umgang mit dem Wassertherapiegerät erlernen?
Voraussetzung für die Teilnahme an einer Wassertherapie ist ein völlig abgeheiltes, dichtes Stoma. Deshalb wird die Wassertherapie in der Regel im Rahmen der Reha-Nachbehandlung durchgeführt. Dort erfolgt dann auch die entsprechende Einweisung. Darüber hinaus besteht natürlich die Möglichkeit, den Umgang mit dem Gerät auf einem Wassertherapieseminar des Bundesverbandes zu erlernen.

Wie läuft eine Wassertherapieschulung ab?
Nach einer theoretischen Einweisung werden die Anwender zunächst durch mehrmaliges Anpassen mit der Handhabung des Gerätes vertraut gemacht. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Prüfung der Dichtheit noch auf dem Trockenen gelegt. Erst wenn die Anpassung erfolgt und die Atmung in Ordnung ist, dürfen die Benutzer ins Wasser.

Das Einsetzen des Gerätes ist am Anfang oft mit einem Hustenreiz verbunden, der aber durch das Auftragen einer Anästhesiesalbe gemildert werden kann. Beim Einsatz eines Gerätes mit Schnorchel wird streng darauf geachtet, dass der Schnorchel vor dem Einsetzen der Kanüle am Kopf befestigt wird, um Atembeschwerden vorzubeugen, die durch das Herunterhängen des Schnorchels entstehen können, da in dieser hängenden Position die Rückschlagsicherung im Schnorchelkopf aktiv wird.

Zum Schluss noch zwei Hinweise und eine Bitte!
Auch nach erfolgter Schulung sollte anfangs der Gang ins Wasser immer unter Aufsicht eines ausgebildeten Übungsleiters erfolgen. Nach der Wassertherapie oder dem Schwimmen sollte das Wassertherapiegerät durch intensives Ausspülen mit klarem Wasser gründlich gereinigt werden. Wer ein Wassertherapiegerät verordnet bekommen hat, sollte dieses auch regelmäßig nutzen – auch wenn anfangs vielleicht Beschwerden auftreten. Denn auch bei der Anwendung des Gerätes bedarf es, um ans Ziel zu gelangen, einer gewissen Portion Ausdauer und Geduld.

Wassertherapiebeauftragte im Bundesverband [10 KB] (Stand Nov. 2008)

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an:
Klaus Steinborn (Bundes-Wassertherapiebeauftragter)
Burgstr. 7, 65591 Runkel
Tel.: 0 64 82 / 44 14, Fax: 0 64 82 / 94 98 94, Mobil: 0151 / 52 56 09 42
E-Mail:
k.steinborn@t-online.de

 
 

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